Ausstellung in Traunkirchen an der Johannisbergkapelle 2004
Weibliche Note schadet altem Kultplatz nicht
IG - eine Interessensgemeinschaft - 3 Frauen reagieren auf das Projekt der Künstlergruppe UN.ART - Ferdinand Reisenbichler, Günter Ellinger und Gregor Papst -
an der Johannesbergkapelle in Traunkirchen.
Seit 5000 Jahren ist der Johannisberg eine Kultstätte , einst war er auch Zufluchtsort für Seeräuber. Nun machen drei Künstlerinnen diesen Ort magischer Ausstrahlung zu einem Kunstobjekt im öffentlichen Raum.
Ottilie Großmayer und Edith Platzl greifen christliche Themen wie Kreuzigung , Madonnendarstellung, Abendmahl und Anbetung auf. In einer sehr sinnlichen Sprache hinterfragen sie die Ambivalenz des Umgangs der katholischen Kirche mit dem Körper. Fast anmaßend nehmen sie die Außenhaut der Kapelle in Besitz und fungieren als Hauptdarstellerinnen im Spiel mit der christlichen Mythologie.
In der Geborgenheit der Kapelle zeigt Dorothea Wimmer Fotografien, Leuchtkästen und ein Video, erzählt Aspekte von Zeit und Vergänglichkeit: elementare Geschichten von Natur/Zivilisation, Nacktheit /Verhüllung, Leben /Tod.
Der "Vitruvianische Mensch"
Es handelt sich um eine Zeichnung von Leonardo da Vinci, deren Grundlage die wissenschaftlichen Studien des römischen Architekten Vitruvius (ca. 80-70 v. Chr. bis ca 10 v. Chr.) sind.
Leonardo da Vinci kombinierte seine anatomischen Studien und sein Wissen über Mathematik und Geometrie, um eine wissenschaftlich fundierte Darstellung der menschlcihen Form zu schaffen.
Die Zeichnung verkörpert die Renaissance-Idee der Harmonie und Schönheit. Der Mensch - der Mann - wird als das Maß aller Dinge betrachtet, in dem sich die universelle Ordnung widerspiegelt.